Erfolgsbilanz „PPP-Modell“ zwischen Stadt Villach und „Saubermacher“
Als die Stadt Villach im Jahr 2001 als erste Gemeinde Kärntens die Kooperation mit dem privaten Abfallwirtschaftsunternehmen „Saubermacher“ fixierte, sorgte dies naturgemäß für Schlagzeilen. Einmal mehr erwies sich Villach – treibende Kraft war Bürgermeister Helmut Manzenreiter – mit diesem Schritt jedoch als Stadt mit Vorreiterfunktion und besonderem Weitblick. Die Bilanz nach zehn Jahren enger Zusammenarbeit kann sich sehen lassen: Neue Dienstleistungen, hohe Qualität und die Gebühren konnten gering gehalten werden!
PPP-Modell: Zwei Gründe, warum Kooperation so erfolgreich funktioniert
Das Modell einer Partnerschaft zwischen einer Stadt und einem privaten Unternehmen („Private Public Partnership“ im Verhältnis 50:50) hat sich – so Manzenreiter – vor allem aus zwei Gründen voll bewährt:
- Die Kontrolle und Gestaltung der Abfallwirtschaft ist weiterhin in öffentlicher Hand. Somit ist gewährleistet, dass die Entsorgung nach den hohen Villacher Qualitätsmaßstäben erfolgt. Die Stadt gibt die Rahmenbedingungen für die städtische Entsorgung vor.
- Die Stadt
profitiert von der größeren Leistungspalette eines Privatunternehmens.
Die Villacher Saubermacher GmbH & CoKG kann auch Dienstleistungen
für Gewerbebetriebe anbieten, von der Entsorgung bis hin zur
Wertstoffverwertung. Die Stadt profitiert von der höheren Wertschöpfung
des Unternehmens, die Mehreinnahmen kommen den Bürgern zugute.
Mehr als 50 Prozent Umsatzsteigerung
Das Unternehmen „Villacher Saubermacher“ konnte seine Umsätze in den vergangenen zehn Jahren von 4,8 Millionen Euro um mehr als 50 Prozent auf 7,3 Millionen Euro steigern. Dies vor allem durch die Gewinnung von Gewerbekunden und mit neuen Dienstleistungen. So sind etwa die Entsorgung von Gewerbemüll und Bauschutt sowie die Klärschlammverwertung Bereiche, in denen sich die Villacher Saubermacher GmbH & CoKG sehr erfolgreich am Markt und gegenüber Mitbewerbern behauptet. Der Anteil von Gewerbe-Kunden am Umsatz der Villacher Saubermacher GmbH & CoKG wird per Jahresende 2011 bereits 51 Prozent betragen.
Villacher Bevölkerung profitiert zweifach!
Manzenreiter: „Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt profitieren somit zweifach von der Partnerschaft zwischen Stadt und Saubermacher: Die Entsorgungsgebühren in Villach werden so niedrig wie möglich gehalten – Erhöhungen sind in erster Linie auf Faktoren außerhalb des Einflusses unserer Stadt zurückzuführen – und die Mehreinnahmen aus der Villacher Saubermacher GmbH & CoKG fließen Jahr für Jahr in Investitionen für Kindergärten und soziale Aufgaben unserer Stadt. Unsere Stadt profitiert somit von der höheren Wertschöpfung des Unternehmens.“
Erfolg nur mit starkem Partner möglich
Bürgermeister Helmut Manzenreiter: „Dieser solide wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens ,Villacher Saubermacher´ bestätigt die Richtigkeit unserer damaligen Entscheidung!“ Zugleich betonte der Bürgermeister, dass eine so weitreichende Kooperation „nur mit einem starken Unternehmen und verlässlichen Partner möglich ist – und wir sind überzeugt, dass die Stadt mit dem Unternehmen Saubermacher einen besonders leistungsstarken Partner an der Seite hat!“ Dies unterstreicht auch Saubermacher-Chef und Vorstandssprecher KR Hans Roth: „Diese Form der Zusammenarbeit, insbesondere in Villach, kann beispielgebend sein, wie sowohl in wirtschaftlich starken als auch in schwächeren Zeiten, gemeinsam für ein verbessertes Bürgerservice gesorgt werden kann.“ Als ein wichtiges Indiz hierfür werten Manzenreiter und Roth auch den Umstand, dass die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht wurde. Derzeit beschäftigt die Villacher Saubermacher GmbH & CoKG 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Zahlen & Fakten
- Die Stadt Villach ist an der Villacher Saubermacher GmbH & CoKG zu 50 Prozent beteiligt.
- Die Villacher Saubermacher GmbH & CoKG erwirtschaftet 2011 voraussichtlich einen Umsatz von rund 7,3 Millionen Euro. Das sind mehr als 50 Prozent Umsatzsteigerung gegenüber dem ersten vollen Kooperationsjahr 2002 (4,8 Millionen Euro).
- Der Anteil an Gewerbekunden der Villacher Saubermacher liegt bereits bei 51%.
- Derzeit beschäftigte die Villacher Saubermacher 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
- Der Fuhrpark wurde kontinuierlich modernisiert und umfasst derzeit 35 Fahrzeuge.
- Seit
Februar 2008 hat die Villacher Saubermacher ihren Standort beim neuen
Altstoffsammelzentrum (ASZ) in der Drauwinkelstraße (an der GAV). In
diesen Standort wurden von der Stadt Villach 3,2 Millionen Euro
investiert.
- Seit Inbetriebnahme des neuen ASZ wurden bis heute rund 100.000 Anlieferungen gezählt. Rund die Hälfte aller Anlieferungen sind gebührenfreie Anlieferungen, wie zum Beispiel Altpapier, Kunststoffe, Metallabfälle, Elektro-Altgeräte, oder Problemstoffe aus Haushalten. Für Sperrmüll, Bauschutt und Altholz ist für Haushaltsmengen bis insgesamt 300 Kilogramm ein Pauschalbetrag von drei Euro zu bezahlen.
- „One Stop Shop“ – auch abfallbehördliche Angelegenheiten können am Standort des ASZ erledigt werden.
Im Bild: Hans Roth und Helmut Manzenreiter












