GSA-Initiative: "Denk KLObal, schütz den Kanal!"
6 Millionen Euro Mehrkosten werden in der Steiermark pro Jahr allein durch Fehlwürfe und unsachgemäße Entsorgung über den Kanal verursacht. „Denk KLObal, schütz den Kanal!“, eine Initiative der Gemeinschaft Steirischer Abwasserentsorger (GSA), des Landes Steiermark und des Gemeinde- und Städtebundes klärt nun auf. Ziel ist es, Fehlwürfe zu verringern und dadurch Kosten einzusparen.
Die Pressekonferenz zur Aufklärungskampagne, die von 2010 bis 2012 in der gesamten Steiermark stattfinden wird, fand am Mittwoch, den 5. Mai 2010, in der öffentlichen Toilette der Messe Graz statt.
Nach der offiziellen Begrüßung und Vorstellung der Aufklärungskampagne durch DI Franz Hammer, Obmann der Gemeinschaft Steirischer Abwasserentsorger, informierte Michael Lechner, GF der Gemeinschaft Steirischer Abwasserentsorger und Initiator der Kampagne über die genauen Hintergründe und Ziele der Initiative. So soll unter anderem in den ersten beiden Jahren der Maßnahme ein Einsparungspotenzial von mindestens 20% der Mehrkosten, also 1,2 Millionen Euro, erreicht werden. Außerdem soll die Bevölkerung in Bezug auf die Themen Abwasser und Kanal sensibilisiert sowie eine Anregung zu nachhaltigem Denken und Handeln gegeben werden.
Weitere Gäste der Pressekonferenz waren unter anderem Hofrat DI Johann Wiedner, Leiter der Fachabteilung für Siedlungswasserwirtschaft und Vertreter der Steirischen Abwasserentsorger, Umweltlandesrat Johann Seitinger sowie Saubermacher Vorstandsvorsitzender KR Hans Roth.
Hohe Beteiligung bei Städten und Gemeinden
Inzwischen sind bereits 250 Städte und Gemeinden über ihre zuständigen Abwasserverbände oder Genossenschaften am Projekt „Denk KLObal, schütz den Kanal!“ beteiligt, um die Funktionsfähigkeit des steirischen Kanals auf Dauer sicherzustellen. Auch die Saubermacher Dienstleistungs AG unterstützt die Aufklärungskampagne finanziell.
Hier noch einige Stimmte zur Aufklärungskampagne:
DI Franz Hammer, Obmann der Gemeinschaft Steirischer Abwasserentsorger: „Ziel ist die Bewusstseinssteigerung für die enorm hohen volkswirtschaftlichen Kosten – rund 6 Millionen Euro an Mehrkosten pro Jahr in der Steiermark – die durch unsachgemäße Entsorgung über den Kanal (Hygieneartikel, Strümpfe, Altöle bis hin zu Tierkadavern) verursacht werden. SteirerInnen sollen zu nachhaltigem Handeln angeregt werden, um eine Werterhaltung der kommunalen Infrastruktur ‚Abwasserentsorgung’ zu gewährleisten.“
Michael Lechner, Initiator der Kampagne: „Mit dieser Maßnahme wollen wir für die ersten beiden Jahre ein jährliches Einsparungspotenzial von mindestens 20% der Mehrkosten, also 1,2 Millionen Euro, erreichen. Ab dem dritten Jahr sollten es schon 40% sein. In 10 Jahren sollte die Einsparungsmöglichkeit dann bei ca. 20,4 Millionen Euro liegen. Das ist unser Mindestziel.“
Ing. Mag. Manfred Wehr, Vorstandsdirektor Stadtwerke Judenburg AG: „Nur eine geordnete Abwasserableitung und Abwasserreinigung gewährleistet auf Dauer eine hohe Wasserqualität. Es ist großartig, wie mit der Initiative der GSA erstmals über die enorme Bedeutung auggeklärt und zu richtigem Verhalten mobilisiert wird.“
Johann Mayer, Geschäftsführer Abwasserverband Grazerfeld und Bürgermeister von Hengsberg: „Die Folgen zeigten die Unwetter im Sommer 2009 deutlich: im südlichen Grazerfeld waren hunderte Häuser überflutet, Straßen unpassierbar und Menschen verletzt worden – auch Hengsberg blieb nicht verschont. Zum Schutz aller GemeindebürgerInnen ist es wichtig, dieses Projekt voll zu unterstützen!“












