Frisch verpackte rote Johannisbeeren, Erdbeeren und Heidelbeeren in umweltfreundlichen Karton- und Kunststoffschalen im Supermarktregal. Im Kontext der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ein Beispiel für die Relevanz von Design-for-Recycling, Mehrwegquoten und reduzierten Verpackungsvolumina.
9. Juli 2025

Neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) bringt weitreichende Veränderungen

Mit der neu­en EU-Ver­ord­nung „Packa­ging and Packa­ging Was­te Re­gu­la­ti­on“ (PP­WR), die am 11. Fe­bru­ar 2025 in Kraft ge­tre­ten ist und ab 12. Au­gust 2026 ver­bind­lich an­zu­wen­den ist, ste­hen Un­ter­neh­men in Eu­ro­pa vor um­fas­sen­den Ver­än­de­run­gen im Um­gang mit Ver­pa­ckun­gen. Ziel der Ver­ord­nung ist es, das Ver­pa­ckungs­auf­kom­men deut­lich zu re­du­zie­ren, die Re­cy­cling­fä­hig­keit von Ma­te­ria­li­en zu ver­bes­sern und ei­nen hö­he­ren Ein­satz von Re­zy­kla­ten zu er­zwin­gen.

Fünf zen­tra­le Fak­ten zur PP­WR

1. Ver­mei­dung und Re­duk­ti­on von Ver­pa­ckun­gen

Die PP­WR sieht ei­ne schritt­wei­se Re­duk­ti­on des Ver­pa­ckungs­vo­lu­mens vor – bis 2030 sol­len Ver­pa­ckungs­ab­fäl­le um 10 % ge­senkt wer­den. Vor­ge­schrie­ben sind u. a. die Re­duk­ti­on von Leer­raum in Ver­sand­ver­pa­ckun­gen so­wie der Ver­zicht auf un­nö­ti­ge Um­ver­pa­ckun­gen.

2. Mehr­weg­quo­ten

Für vie­le Ver­pa­ckungs­ty­pen gel­ten künf­tig ver­pflich­ten­de Mehr­weg­an­tei­le – et­wa 40 % bei Trans­port­ver­pa­ckun­gen ab 2030, mit ei­nem An­stieg auf 70 % bis 2040. Auch für Ge­trän­ke­ver­pa­ckun­gen sind Mehr­weg­quo­ten vor­ge­se­hen.

3. De­sign-for-Re­cy­cling und Re­zy­kla­t­ein­satz

Ver­pa­ckun­gen müs­sen re­cy­cling­freund­lich ge­stal­tet wer­den. Da­zu ge­hö­ren kla­re An­for­de­run­gen an die Ma­te­ri­al­aus­wahl (z. B. Mo­no­ma­te­ria­li­en) so­wie ein ver­pflich­ten­der Min­dest­an­teil an Post-Con­su­mer-Re­zy­kla­ten – bei PET-Ver­pa­ckun­gen et­wa 30 % bis 2030.

4. Har­mo­ni­sier­te Kenn­zeich­nung

EU-weit ein­heit­li­che Sym­bo­le und An­ga­ben zur Ent­sor­gung sol­len die Ver­brau­cher­in­for­ma­ti­on ver­bes­sern. Ge­plant ist auch ein di­gi­ta­ler Pro­dukt­pass, der zu­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen per QR-Code lie­fert.

5. Re­porting- und Re­gis­trie­rungs­pflich­ten

Her­stel­ler und In­ver­kehr­brin­ger müs­sen sich in zen­tra­len Re­gis­tern an­mel­den und re­gel­mä­ßig über Ver­pa­ckungs­men­gen und Re­cy­cling­we­ge be­rich­ten. Ver­stö­ße kön­nen mit emp­find­li­chen Geld­stra­fen sank­tio­niert wer­den – im Ex­trem­fall bis zu 2 % des Jah­res­um­sat­zes.

Aus­blick

Die PP­WR gilt in al­len EU-Mit­glied­staa­ten un­mit­tel­bar. Un­ter­neh­men soll­ten da­her rasch mit der Prü­fung ih­rer Ver­pa­ckungs­sys­te­me be­gin­nen und ers­te Maß­nah­men zur Um­set­zung der neu­en Vor­ga­ben ein­lei­ten. Ins­be­son­de­re in den Be­rei­chen De­sign, Ma­te­ri­al­wahl, Lo­gis­tik und Do­ku­men­ta­ti­on sind recht­zei­tig fun­dier­te Ent­schei­dun­gen ge­fragt.

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