Fünf Personen präsentieren weihnachtlich geschmückt das Projekt „Teller statt Tonne“ zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen in der Steiermark. Im Fokus stehen regionale Produkte, Wertschätzung für Lebensmittel und bewusster Konsum ©2025, LWK, Alexander Danner
16. Dezember 2025

Teller statt Tonne:
Keine Reste, dafür das Beste

Während der Weihnachtsfeiertage entsteht jedes Jahr über 20 Prozent mehr Abfall als im restlichen Jahr. Einen wesentlichen Teil davon machen Lebensmittelabfälle aus. Durch bewussten Einkauf und mehr Wertschätzung unserer kostbaren Lebensmittel, hat es jede Steirerin und jeder Steirer in der Hand, Geld einzusparen und zusätzlich zu oftmals qualitativ höherwertigeren und regionalen Produkten zu greifen.

Das Projekt „Keine Reste, dafür das Beste“ ist der Beitrag von Saubermacher für einen bewussten Umgang mit kostbaren Lebensmitteln. Denn jeder steirische Haushalt wirft im Jahr noch genießbare Lebensmittel im Wert von bis zu 800 Euro in den Müll.

Das größte Einsparungspotential liegt im bewussten Einkauf und im achtsamen Umgang mit Lebensmitteln zu Hause. Bis zu einem Drittel der gekauften Lebensmittel wird nicht gegessen, sondern über den Bio- und Restmüll entsorgt. So entstehen bis zu 133 kg vermeidbare Lebensmittelabfälle in der Steiermark pro Haushalt und Jahr. Besonders kostenintensiv ist das Wegwerfen von Fleisch und Fisch (210 €), Obst und Gemüse (139 €) sowie Backwaren (108 € pro Jahr).

„Wenn ich gezielt, bewusst und nicht im Übermaß zu Weihnachten einkaufe, kann ich mir nicht nur sehr viel Geld sparen, sondern auch zu höherwertigen und heimischen Produkten greifen. Saubermacher ist ein großes Anliegen, dass jede Steirerin und jeder Steirer durch aktive Mülltrennung und -vermeidung etwas zum Klimaschutz beitragen und auch die heimische Wertschöpfung steigern kann. Das Bewusstsein für Regionalität fördert zudem den bewussten Genuss. Außerdem ist der Warenwert weggeworfener Lebensmittel fast immer höher als die Kosten für deren Entsorgung“, so Saubermacher-Gründer Hans Roth.

Regionale Lebensmittel für heimische Wirtschaft

Mit kleiner Veränderung lässt sich Großes bewirken – und mit nur 3,50 Euro 500 steirische Arbeitsplätze schaffen. Beim Weihnachtseinkauf kann jeder Einzelne mit wenig Geld viel Gutes tun. Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger betont: „Wenn jeder steirische Haushalt einmal im Monat um 3,50 Euro mehr heimische statt internationaler Lebensmittel kauft, bringt das in der Steiermark rund 500 neue Arbeitsplätze und eine Wertschätzung von 18 Millionen Euro.“ Mit fünf Euro können schon 770 Arbeitsplätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette geschaffen werden, hat Wirtschaftsforscher Franz Sinabell vom renommierten Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO errechnet. Und man tut sehr viel Gutes – für die Müllvermeidung, den Umwelt- und Klimaschutz, die Stärkung der bäuerlichen Familienbetriebe, den Erhalt der Kulturlandschaft, für Wirtschaft und Arbeitsplätze.

Top 4 vermeidbare Lebensmittel in den Müll

Die Top 4 von den Steirerinnen und Steirern weggeworfenen Produktgruppen sind: Brot und Gebäck, Obst und Gemüse, Milchprodukte und Eier sowie Fleisch und Fisch. Diese vier Produktgruppen machen zusammen 78 Prozent der vermeidbaren Lebensmittelabfälle in den Privathaushalten aus. Pro Kopf werden jährlich 11,2 Kilo genießbares Brot und Gebäck im Müll entsorgt, bei Obst und Gemüse immerhin 10,8 Kilo. Ganze 4,8 Kilo sind es bei Milchprodukten und Eiern, bei Fleisch und Fisch landen 4,4 Kilo pro Person im Abfall. „Nicht nur angesichts der anhaltenden Lebensmittelpreis-Debatte sind das dramatische Zahlen, die wachrütteln sollten und den heimischen Bäuerinnen und Bauern sehr wehtun“, so Landwirtschaftskammer-Präsident Steinegger.

Kein Biomüll in den Restmüll

Im Restmüll landen immer noch rund 35 Prozent organische Abfälle. Vor allem in Ballungszentren (z. B. bei großen Wohnhausanlagen) ist die Trennmoral viel schlechter als im Vergleich zum ländlichen Raum mit Einzelbehältern oder Eigenkompostierung. Eine saubere Mülltrennung ist jedoch die wichtigste Grundlage für eine qualitätsgesicherte (Bio-)Abfallverwertung und Komposterzeugung. Jeder Bioabfall in der Restmülltonne ist daher eine Vergeudung wertvoller Ressourcen.

Weihnachtsbaum richtig entsorgen!

Bevor der Christbaum in der Biotonne landet, müssen Girlanden und sonstiger Dekor unbedingt entfernt werden. Kaputter Weihnachtsschmuck gehört genauso wie mit Folienlack beschichtetes Geschenkpapier in den Restmüll. Alle anderen Papierverpackungen werden in der roten Tonne richtig entsorgt und können so fachgerecht recycelt werden.

Im falschen Müllbehälter landen meist auch beschädigte Christbaumkugeln aus Glas. Der richtige Platz ist ebenfalls der Restmüll, nicht der Altglascontainer. Der Grund: Der Schmelzpunkt ist bei Verpackungsglas wie etwa Flaschen oder Marmeladengläsern ein anderer. Falsch entsorgte Produkte sorgen bei der Wiederverwendung in der Glasproduktion für Probleme.

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Ein Portrait von Christina Kropf, Leitung Konzernkommunikation; Fotorechte Saubermacher