Erforsche die Welt der Ressourcen­wirtschaft

Die Vision der Kreislaufführung

Kinder sind unsere Zukunft. Daher ist es besonders wichtig, dass bereits die Kleinsten ein starkes Umwelt­bewusstsein entwickeln und lernen, wie richtige Abfall­trennung funktioniert. Saubermacher unterstützt Eltern, Kindergärten, Schulen und Co in diesem Anliegen und übernimmt Verant­wortung für Mensch und Umwelt. Sie haben Fragen zu unseren Aktivitäten?

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Abfall oder Wertstoff? Was meinst du?

Im Laufe der Menschheitsgeschichte haben wir uns immer mehr zur „Wegwerfgesellschaft“ entwickelt. Heute wird fast alles verpackt und viel weniger repariert als früher: eine riesige Verschwendung! Vor nicht allzu langer Zeit wurde der Abfall sogar einfach in Gruben gekippt oder verbrannt. Das war ziemlich schlecht für die Umwelt.

 

 

Also mussten wir uns eine Lösung einfallen lassen. Wir begannen, die Abfälle getrennt zu sammeln und einen Teil davon zu recyceln. Mit Recycling allein ist es aber nicht getan. Umweltschutz muss viel früher beginnen: Abfälle lassen sich nämlich auch vermeiden, und vieles kann wiederverwendet werden.

Was ist überhaupt Abfall?

Jeden Tag bestimmen wir, was zu Abfall wird. Wenn wir etwas nicht mehr brauchen, werfen wir es in die richtige Abfalltonne. Manche Dinge, die wir nicht mehr brauchen, sind eine besonders große Gefahr für die Umwelt. Solche Dinge müssen ganz speziell behandelt werden, damit die Umwelt geschützt ist. So steht es auch im Gesetz. Im Grunde können alle Dinge, die wir benützen, irgendwann zu Abfall werden. Unsere Möbel, unser Computer, das Fieberthermometer u.v.m.

Abfall vermeiden

Abfall vermeiden.

Natürlich kannst du deine leeren Getränke­kartons in den gelben Sack oder in die gelbe Tonne werfen. Du kannst sie aber genauso gut zum Basteln verwenden. Abfall, den du nicht vermeiden oder wiederverwenden kannst, wird von uns mit deiner Hilfe getrennt gesammelt. So können wir vieles recyceln. Damit sind viele Abfälle wichtige Wertstoffe und ihre Verwendung schont die Umwelt.

Abfallmengen Diagramm

Abfall­mengen.

Wie viel und welchen Abfall produzieren wir eigentlich? In einem Jahr produziert jede und jeder von uns rund 500 kg Abfall. Und das ist nur der Abfall, der bei uns zu Hause anfällt. Was bei der Herstellung der Produkte und in den verschiedenen Industrien anfällt, ist hier noch nicht mitgerechnet.

Geheime Codes?
Mach dich auf die Suche!

Hast du dich eigentlich schon einmal gefragt, was die verschiedenen Zeichen auf den Verpackungen, bedeuten? Unter anderem findest du darauf die sogenannten Recycling Codes. Diese siehst du nicht nur auf Verpackungen von Getränken, Lebensmitteln und Taschentüchern. Vielleicht hast du ja eine Jausenbox aus Kunststoff. Dann wirst du wahrscheinlich auch darauf einen Recycling Code finden.

Die Recycling Codes gibt es nicht nur für Verpackungen und Produkte aus Kunststoffen, sondern auch für Papier, Metalle, Textilien und Glas. Sogar für sogenannte Verbundstoffe gibt es eigene Codes. Das sind Produkte oder Verpackungen, die aus zwei miteinander verbundenen Materialien bestehen.

Das Dreieck mit den drei Pfeilen steht für den Recycling-Kreislauf. Die Nummer bezeichnet das Material. Das ist wichtig, damit man weiß, wie die Dinge wiederverwertet werden können.

01 mit der Abkürzung „PET“ steht für den Kunststoff „Polyethylenterephthalat“.

Hieraus lassen sich Polyesterfasern für die Kleiderherstellung, Folien, Getränkeflaschen und Lebensmittelverpackungen herstellen.

02 mit der Abkürzung „PE-HD“ steht für „Polyethylen mit hoher Dichte“.

Hieraus werden zum Beispiel Plastikflaschen und -taschen, Abfalleimer, Plastikrohre und sogar Kunstholz hergestellt.

03 mit der Abkürzung „PVC“ steht für „Polyvinylchlorid“.

Fensterrahmen bestehen beispielsweise aus diesem Werkstoff. Aber auch Flaschen für Chemikalien oder Klebstoffe werden zumeist hieraus hergestellt.

04 mit der Abkürzung „PE-LD“ steht für „Polyethylen mit niedriger Dichte“.

Plastiktragetaschen, Seifenspenderflaschen aber auch Plastiktuben bestehen aus dieser Kunststoffart.

05 mit der Abkürzung „PP“ steht für „Polypropylen“.

Viele Kunststoffe im Auto, wie zum Beispiel Stoßstangen und Innenraumverkleidungen, bestehen aus diesem Material. Aber auch Lebensmittelverpackungen werden hieraus hergestellt.

06 mit der Abkürzung „PS“ steht für „Polystyrol“.

Hieraus werden Spielzeuge, Blumentöpfe und Koffer hergestellt.

07 fasst die anderen Kunststoffarten zusammen.

Hier finden sich Materialien wie Polylactide (PLA), Acrylglas, Polycarbonat aber auch Nylon. Auch hieraus können Verpackungen bestehen. Vielleicht kennst du auch die sogenannten Mulchfolien, die viele im Garten verwenden.

Und das waren erst die Recycling Codes für Kunststoffe. Insgesamt gibt es knapp 100 solcher Codes.

Ressourcenpyramide

Unsere Ressourcen sind kostbar.

In Europa zeigt uns die sog. Abfallpyramide, wie wir mit unseren Abfällen umgehen sollen. Dabei steht das Vermeiden ganz oben. Ist etwas für uns nutzlos geworden, kann es vielleicht jemand anderes wieder­verwenden. Sobald etwas in die Abfalltonne gelangt, versuchen wir den größten Teil zu recyceln, damit neue Produkte daraus hergestellt werden können. Ist das nicht mehr möglich, versuchen wir die im Abfall enthaltene Energie zu nutzen. Erst als Letztes kommt die Beseitigung von Abfällen. Früher war die Abfallpyramide tatsächlich eine Pyramide. Wir aber meinen, dass den obersten Stufen Vermeiden, Wiederverwenden und Recyceln die meiste Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Deshalb haben wir die Pyramide kurzerhand auf den Kopf bzw. auf die Spitze gestellt.

Trennen

Ist doch logisch!

Damit Abfälle wieder zu einem Wertstoff werden, müssen diese getrennt und in die richtige Tonne oder den richtigen Sack geworfen werden. Nur so kann aus einer alten PET-Getränkeflasche wieder eine neue werden. Manchmal ist es gar nicht so einfach, die Abfälle in die richtige Tonne zu werfen. Getränkekartons zum Beispiel haben innen eine Kunststofffolie. Deswegen kommen sie nicht zum Altpapier, sondern zu den Leichtverpackungen in die gelbe Tonne oder den gelben Sack. Viele Dinge aus Kunststoff kommen aber nicht zu den Leichtverpackungen. Spielzeuge aus Kunststoff zum Beispiel. Sie sind ja keine Verpackungen. Wenn in den Spielzeugen Batterien sind, müssen sie ins Abfallsammel­zentrum, weil Batterien gefährlicher Abfall sind.

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