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„Mürztal trennt schlau“: Umweltschutzprojekt startet in sechs obersteirischen Gemeinden
25. April 2022

„Mürztal trennt schlau“: Umweltschutzprojekt startet in sechs obersteirischen Gemeinden

Bessere Mülltrennung dank künstlicher Intelligenz und digitaler Helfer: Ein Wertstoffscanner wertet in Zukunft die Qualität der Mülltrennung im Mürztal aus. Interessierte Bürger:innen erhalten direktes Feedback per SMS oder E-Mail zu ihrem persönlichen Mülltrennergebnis. Ziel des Projektes ist es, die Mülltrennung und das Recycling zu stärken sowie einen positiven Beitrag für die Region zu schaffen. Denn gelebte Kreislaufwirtschaft ist in Zeiten von Klimakrise, Pandemie und Krieg in der Ukraine ein besonders wichtiger Faktor.

Richtig Müll trennen. Die obersteirischen Gemeinden Kindberg, Krieglach, Langenwang, Sankt Barbara im Mürztal, Spital am Semmering und Stanz engagieren sich gemeinsam mit dem steirischen Umweltbetrieb Saubermacher in einem neuen Pilotprojekt für Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz. Im Fokus steht die Qualität der Restmüll-Trennung, denn nach wie vor landen steiermarkweit bis zu 70 Prozent Fehlwürfe in der schwarzen Tonne. Das sind zur einen Hälfte biogene Abfälle, zur anderen Hälfte Wertstoffe wie Altpapier, Glas, Metall und Kunststoffverpackungen. Einmal im Restmüll entsorgt, sind sie für das Recycling und als wertvolle Rohstoffe für immer verloren. Mit dem Projekt wollen die Gemeinden im Mürztal das Bewusstsein für richtige Mülltrennung stärken, Fehlwürfe verringern und so einen wichtigen Beitrag für Energie- und Rohstoffunabhängigkeit sowie Klimaschutz leisten. Die Initiative läuft bis April 2024. Ziel ist es, den Anteil an Fehlwürfen im Restmüll wesentlich zu reduzieren.

Testgebiet stark ausgeweitet. In ersten erfolgreichen Piloteinsätzen des Wertstoffscanners in einzelnen Gemeinden in der Steiermark, Niederösterreich und Kärnten konnte durch das Projekt das Mülltrennbewusstsein maßgeblich gesteigert werden. Im Mürztal wird nun erstmals mit über 10.000 Haushalten ein Groß-Testlauf gestartet. Ob der hohen Teilnehmer:innenanzahl eine echte Herausforderung für Saubermacher, und auch für die Gemeinden, die möglichst viele Bürger:innen zum Mitmachen bewegen wollen.

Persönliches Trennergebnis aufs Handy. Bereits im letzten Jahr wurde mit den ersten Vorbereitungen begonnen: Die Restmüllbehälter der Bewohner:innen wurden mit dem RFID-Chip „FRITZ“ (Fortschrittlich, Recyclingfördernd, Innovativ, Technologisch, Zukunftsorientiert) ausgestattet. Mit dem Chip ist es möglich, eine Mülltonne direkt einem Haushalt zuzuordnen und ein persönliches Mülltrennergebnis auf das Smartphone zu übermitteln, wenn der/die Bürger:in das wünscht. Seit Anfang April 2022 ist der Wertstoffscanner, ein im Heck des Müllwagens verbautes Kamerasystem, in den Gemeinden unterwegs und scannt die Abfallmaterialien nach der Entleerung der Tonne. Ein neuronales Netzwerk erkennt, ob im Restmüll Fehlwürfe wie z. B. Kunststoffverpackungen, Altpapier oder Biomüll, enthalten sind.

Über persönliche Rückmeldungen per SMS oder E-Mail wird der individuelle Trennerfolg je Haushalt an Bürger:innen kommuniziert. Dabei steht eine positive und motivierende Rückmeldung im Vordergrund. Je nach Quote der Fehlwürfe erhalten die Bürger:innen Vorschläge zur Verbesserung ihrer Mülltrennqualität.

Mittels Künstlicher Intelligenz verbessert sich das neuronale Netzwerk ständig selbst und lernt dazu. Der Scanner erkennt nur das Material im Restmüll, jedoch keine Details. Der Datenschutz ist sichergestellt. Ob es sich um eine Plastikverpackung einer bestimmten Handelsmarke, ein Schriftstück oder der Glasflasche einer speziellen Weinsorte handelt, kann der Scanner nicht identifizieren.

Gemeinsam für die Umwelt. Um möglichst viele Bürger:innen für das Projekt zu begeistern, werden die teilnehmenden Gemeinden in regelmäßigen Abständen in ihren Kanälen wie Gemeindezeitung, Daheim App, Website, Aussendungen etc. über den Fortschritt bei der Mülltrennung informieren. Auch Schwerpunktaktionen zur Bewusstseinsbildung in Schulen und Kindergärten sind geplant – der Abfallwirtschaftsverband Mürzverband unterstützt intensiv vor Ort. Das Projekt wird von der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft gefördert.

„Mürztal trennt schlau“: Umweltschutzprojekt startet in sechs obersteirischen Gemeinden
M. Pucher/Saubermacher, Mittermayr/Saubermacher, C. Sander/Kindberg, M. Fischer/Spital a. S., H. Roth/Saubermacher, U. Lackner/Land Steiermark, J. Jance/St. Barbara, H. Seitinger/Land Steiermark, R. Schrittwieser/Krieglach, R. Hofbauer/Langenwang, F. Kratzer/Kapfenberg und Obmann-Stellvertreter Mürzverband, P. Friesenbichler/Saubermacher (v.l.n.r:), Fotorechte: Saubermacher

Zitate

Hans Roth, Saubermacher Gründer:

„Die Digitalisierung hilft uns, Prozesse effizienter zu gestalten und Erfolge aufgrund messbarer Daten zu erzielen. Das Wertstoffscanner-Projekt ist in dieser Dimension europaweit einmalig, einzigartig und ein wichtiger Schritt, die Abfallwirtschaft ökologischer und zukunftsorientierter zu machen. Ich danke allen Gemeinden und ihren Bürger:innen sehr herzlich, dass Sie mitmachen und ein ganz besonders wichtiger Teil davon sind.“

Jochen Jance, Bürgermeister Sankt Barbara:

„Wir möchten Bürger:innen dazu animieren, den Müll schlau zu trennen, das heißt, den jeweiligen Abfall in die richtige Tonne zu werfen, z.B. Glasflaschen in die Glastonne, Kunststoffverpackungen in den Gelben Sack usw. Nur so können die Rohstoffe fachgerecht verwertet und wieder eingesetzt werden. Das schont natürliche Ressourcen und schützt das Klima.“

Regina Schrittwieser, Bürgermeisterin Krieglach:

„Mülltrennung ist ein Thema, wo jeder einfach einen Beitrag leisten kann, um Klima und Umwelt zu schützen. Das beginnt schon damit, den Kindern in Schule und Kindergarten die richtige Mülltrennung zu vermitteln. Mit dem Projekt wollen wir das Bewusstsein in der Bevölkerung stärken und die Mülltrennung verbessern.“

Rudolf Hofbauer, Bürgermeister Langenwang:

„Wir sind sehr gespannt, wie die Bürger:innen das direkte Feedback zu Ihrer Mülltrennung annehmen werden. Die eigene Mülltonne ist natürlich etwas sehr Persönliches. Aber Saubermacher ist beim Thema Datenschutz professionell aufgestellt und bietet mit dem Wertstoffscanner einen Mehrwert für unsere Gemeinde und das ganze Projektgebiet.“

Christian Sander, Bürgermeister Kindberg:

„Vor dem Einsatz des Wertstoffscanners wurden alle Bürger:innen über das Projekt informiert. Wir haben über 7.000 Mülltonnen in der Region mit einem Chip zur Identifikation ausgestattet und Haushalten auch neue Mülltonnen zur Verfügung gestellt.“

Maria Fischer, Bürgermeisterin Spital am Semmering:

„Bei uns in der Gemeinde haben sich viele über den genauen Ablauf des Projekts informiert. Vor allem wollten viele Bürger:innen ganz genau wissen, wie richtige Mülltrennung geht: Was gehört in welche Tonne? Das Interesse der Bürger:innen ist auf jeden Fall da, hier einen Beitrag zu leisten.“

Friedrich Pichler, Bürgermeister Stanz:

„Mit „Mürztal trennt schlau“ wollen wir uns einen Überblick verschaffen, an welchen Stellen in der Gemeinde es Handlungsbedarf beim Thema Mülltrennung gibt. Uns ist wichtig, die Bürger:innen eng zu begleiten, zu unterstützen und gemeinsam die Mülltrennung zu verbessern.“

Johann Seitinger, Landesrat Lebensressort, Steiermark

„Durch die aktuelle Krise wird immer mehr Menschen bewusst, dass auch Abfälle wertvoll sind. Mit unserer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft sind wir in der Steiermark auf dem richtigen Weg, denn so werden aus Müll wichtige Rohstoffe.“

Ursula Lackner, Landesrätin für Umwelt, Klimaschutz, Energie, Regionalentwicklung und Raumordnung, Steiermark

„Nur wenn wir schonend mit den natürlichen Ressourcen umgehen, können wir die Klimakrise stoppen. Eine gut funktionierende Kreislaufwirtschaft ist die Basis dafür, wertvolle Rohstoffe wiederzuverwenden und damit gleichzeitig schädliche Treibhausgase einzusparen. All das kann uns nur gelingen, wenn alle Steirerinnen und Steirer mitmachen und an einem Strang ziehen. „Mürztal trennt schlau“ holt die Bürgerinnen und Bürger sympathisch mit ins Boot, nutzt modernste Technik und ist so ein wichtiger Baustein, damit die Steiermark auch für kommende Generationen lebenswert erhalten bleibt.“

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Bernadette Triebl Wurzenberger
Mag. Bernadette Triebl-Wurzenberger +43 664 80598 1013
Video zum Wertstoffscanner

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