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2. November 2018

Hans Roth Umweltpreis 2018

Saubermacher Gründer Hans Roth hat am 30. Oktober im Rahmen der Verleihung des Staatspreises 2018 für Umwelt- und Energietechnologie in Graz sechs NachwuchswissenschaftlerInnen aus Österreich und Slowenien ausgezeichnet.

Von der Materialidentifikation aussortierter Elektroaltgeräte bis hin zur umweltfreundlichen Co-Vergärung von Bioabfall – auch dieses Jahr zeigte sich, wie facettenreich das Themenspektrum einer nachhaltigen (Recycling-)Wirtschaft ist.

Forschen für die Umwelt.

Für eine innovative Abfall- und Recyclingwirtschaft ist die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft maßgebend. „Die Förderung von Nachwuchskräften im Bereich der nachhaltigen Entsorgungswirtschaft ist mir ein sehr wichtiges Anliegen. Immer wieder bin ich auf das Neue begeistert, mit welchem Engagement sich die jungen ForscherInnen dem Umweltschutz und der Nachhaltigkeit widmen – besonders, wenn es ihnen gelingt, aus hochkomplexen Themen konkrete und praktikable Vorschläge für ein zukunftsorientiertes Wirtschaften und Konsumieren zu gewinnen“, freute sich Preisstifter und Saubermacher Aufsichtsratsvorsitzender Hans Roth. Am vergangenen Dienstag wurde die Auszeichnung von Generalsekretär des BMNT DI Josef Plank, Sektionschef Mag. Christian Weissenburger und dem slowenischen Staatssekretär Simon Zajc an die sechs PreisträgerInnen im Mumuth übergeben.

Konkreter Nutzen im Mittelpunkt.

Der Hans Roth Umweltpreis, der an fünf österreichischen Universitäten (Technische Universität Wien, Universität für Bodenkultur Wien, Montanuniversität Leoben, Karl Franzens Universität Graz, Universität Innsbruck) ausgeschrieben wird, wurde bereits 2003 ins Leben gerufen. Seit 2012 werden auch besonders innovative Abschlussarbeiten der Universitäten in Slowenien ausgezeichnet. Die PreisträgerInnen werden von einer unabhängigen Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kammern und Ministerium ermittelt. Besonderer Wert wird auf konkrete Vorschläge und Methoden sowie Originalität und Praktikabilität für die Umsetzung und deren ökonomischen Nutzen im Alltag gelegt. Insgesamt werden 11.000 Euro vergeben. Der Hauptpreis ist mit 3.500 Euro dotiert, die Gewinner der weiteren Partner-Universitäten erhalten je 1.500 Euro.

Die GewinnerInnen im Überblick:

Gewinner des Hans Roth Umweltpreises für Österreich (Hauptpreis):

Aleksander Jandric, BOKU Wien mit der Masterarbeit „Material composition of complex components in WEEE“. Ziel dieser Arbeit war es, auf einfachem Wege die Materialzusammensetzung von Elektroaltgeräten erkennen zu können. Dafür wurde ein innovatives Identifikationsverfahren entwickelt. In Kombination mit dem Herstellungsjahr können Materialzusammensetzungen strukturiert bestimmt werden.

Gewinner des Hans Roth Umweltpreises Karl-Franzens-Universität Graz:

Michael Altendorfer mit der Masterarbeit „Vergleich abfallwirtschaftlicher Systeme für Siedlungsabfälle mit Schwerpunkt Beschäftigungseffekte“. Im Rahmen des Projektes ReWaste4.0 hat Hr. Altendorfer in seiner Arbeit über 100 Stakeholder befragt und neue Modelle entwickelt, um den Einfluss des jeweiligen Abfallwirtschaftssystems bzw. die Verwertungs- und Beseitigungsmethoden im Bereich der Restmüllbehandlung auf das Beschäftigungsaufkommen zu bestimmen.

Gewinner des Hans Roth Umweltpreises Montanuniversität Leoben:

Mathias Kulich mit der Masterarbeit „Hüttenreststoffe und deren Verwendungsmöglichkeiten“. Hr. Kulich hat in seiner Arbeit einen großen Industriestandort der voestalpine Stahl Donawitz GmbH analysiert und für die aus den Prozessen entstehenden Reststoffe ganzheitliche Lösungsansätze untersucht. Unter dem Stichwort der „industrial symbiosis“ hat er Versuche durchgeführt, um die interne Verwertung verschiedenster Schlacken, z.B. bei der Herstellung von Beton oder Zement, zu bewerten.

Gewinner des Hans Roth Umweltpreises Technische Universität Wien:

Emile Van Eygen mit der Dissertation „Bewirtschaftung von Kunststoffabfällen: Analyse des Ist-Zustand und Ermittlung von Optimierungspotentialen aus ökologischer Sicht“. Hr. Van Eygen hat in seiner Dissertation das Potential einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe analysiert und quantifiziert. Durch die Verknüpfung mit einer Ökobilanz konnte er die ökologische Sinnhaftigkeit von Recyclingraten bewerten und darstellen.

Gewinnerin des Hans Roth Umweltpreises Universität Innsbruck:

Anna Jank mit der Dissertation „Co-Vergärung von Bioabfall unter dem Aspekt der Störstoffthematik“. In ihrer Arbeit entwickelte Frau Jank eine Methode zur Bestimmung des Störstoffanteils von biogenen Abfallströmen, die als Co-Substrat auf Kläranlagen eingesetzt werden. Durch ihre Versuche konnten nicht nur die Störstoffe ermittelt, sondern auch die einzelnen Verfahren hinsichtlich Effektivität der Abtrennung verglichen werden.

Gewinner des Hans Roth Umweltpreises für Slowenien:

Evelin Gruden mit der Masterarbeit „Auswirkungen von Biokohlezusätzen auf die Mobilität von Metallen in Aufbereitungsrückständen“. Frau Gruden untersuchte in ihrer Arbeit die Effekte von verschiedenen Biokohlezusätzen auf die Mobilität toxischer Elemente (PTE) in Aufbereitungsrückständen aus der Sasa Zink- und Bleimine in Mazedonien. Es wurde ebenfalls eine Untersuchung der zeitabhängigen Auswaschung von PTE aus Gemischen von Biokohle und Aufbereitungsrückständen angestellt.

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