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Gewinner Hans Roth Umweltpreis 2021
16. Feber 2022

NachwuchswissenschaftlerInnen aus Wien, Tirol und der Steiermark mit Hans Roth Umweltpreis ausgezeichnet

Wie können gefährliche Brände, die durch falsch entsorgte Batterien in Entsorgungsbetrieben verursacht werden, vermieden werden? Diese Frage hat sich Dr. Thomas Nigl von der Montanuniversität Leoben gestellt und mit seiner Dissertation den diesjährigen Hans Roth Umweltpreis für Österreich gewonnen. Die aus einer Risikoanalyse und strategischen Maßnahmen erarbeiteten Ergebnisse sind bereits Teil der vom Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) herausgegebenen Leitlinie „Brandschutz für Abfall- und Ressourcenwirtschaft“ geworden und tragen so in der Praxis dazu bei, Brandvorfälle zu reduzieren. Seit 2005 wird der Hans Roth Umweltpreis jährlich für herausragende Diplom- bzw. Masterarbeiten sowie Dissertationen vergeben. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung und der Ausbau einer innovativen Abfall- und Recyclingwirtschaft in Österreich.

In Vertretung für Wiens Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke hat Gemeinderätin und Klimaausschuss-Vorsitzende Nina Abrahamczik gestern Abend im Wiener Rathaus fünf NachwuchswissenschaftlerInnen mit dem „Hans Roth Umweltpreis 2021“, der von Saubermacher gestiftet wird, ausgezeichnet. Prämiert werden innovative Ideen rund um die Kreislaufwirtschaft, die ökologischen Nutzen für die Gesellschaft stiften. Neben dem Hauptpreis, der an Dr. Thomas Nigl von der Montanuniversität Leoben ging, freuten sich Alexej Parchomenko von der TU Wien, Alice do Carmo Precci Lopes von der Universität Innsbruck, Hannah Roswitha Muther von der Karl-Franzens-Universität Graz und Andreas Barth von der BOKU Wien über weitere Auszeichnungen. Die vielseitigen Themen der Abschlussarbeiten zeigen die umfangreichen Aufgaben einer zukunftsorientierten Kreislaufwirtschaft: von Elektroschrott-Verwertungswege im globalen Umfeld über die Effizienz von kreislaufwirtschaftlichen Prozessen bis hin zu zielgruppenspezifischer Bewusstseinsbildung für Abfallvermeidung. Der Hauptpreis ist mit 3.000 Euro dotiert, die GewinnerInnen der weiteren Partner-Universitäten erhalten je 1.500 Euro.

Klima- und Umweltschutz fördern. „In Österreich haben Umweltschutz und grüne Technologien einen hohen Stellenwert. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Technik sorgt dafür, dass wir international größte Beachtung finden“, betonte Wiens Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke bei der Preisverleihung. „Mit diesen gebündelten Kompetenzen rüsten wir uns für künftige Herausforderungen im Klima- und Umweltschutz. Ihre Forschung ist ein wesentlicher Beitrag dafür.“ Die PreisträgerInnen wurden gestern Abend im feierlichen Rahmen, unter Einhaltung sämtlicher Corona-Schutzmaßnahmen, im Wiener Rathaus ausgezeichnet.

Basis für Innovation. „Es ist mir persönlich ein großes Anliegen, Forschungstätigkeiten zu fördern und junge Menschen zu motivieren, Lösungen für eine lebenswerte Zukunft zu entwickeln. Die Kompetenz und das Engagement unserer NachwuchsexpertInnen beeindruckt mich jedes Jahr auf‘s Neue“, lobte Preisstifter und Saubermacher Aufsichtsratsvorsitzender Hans Roth.

 

Roland Pomberger, Professor Montanuniversität Leoben; Hans Roth, Saubermacher Gründer; Thomas Nigl, Hauptpreisträger Montanuniversität Leoben; Nina Abrahamczik, Gemeinderätin Stadt Wien

Die GewinnerInnen des Hans Roth Umweltpreis 2021 im Überblick:

Gewinner des Hans Roth Umweltpreises für Österreich (Hauptpreis):

Thomas Nigl, Montanuniversität Leoben mit der Dissertation „Brandgefährlicher Abfall – Risikoanalyse und -bewertung von Geräte- und Lithiumbatterien in abfallwirtschaftlichen Systemen”.

Dr. Nigl beschäftigt sich in seiner Dissertation einerseits mit der historischen Entwicklung von Brandereignissen durch Batterien in Abfallströmen und bietet andererseits Strategien und Maßnahmen an, solche Ereignisse zu reduzieren. Die aus Risikoanalyse und Maßnahmen erarbeiteten Ergebnisse sind nun Teil der vom Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) herausgegebenen Leitlinie „Brandschutz für Abfall- und Ressourcenwirtschaft“.

 

Gewinner des Hans Roth Umweltpreises Technische Universität Wien:

Alexej Parchomenko mit der Dissertation „Entwicklung einer Methode zur Bestimmung der Ressourceneffektivität von Kreislaufwirtschaftsstrategien”.

In seiner Dissertation hat Herr Parchomenko ein Tool zur Bewertung der Effektivität verschiedener Ebenen der Kreislaufwirtschaft entwickelt. Damit können die Bereiche Recycling, Wiederaufbereitung und Lebensdauerveränderung bewertet und gleichzeitig die Frage beantwortet werden, welche Herangehensweise die effektivste bezüglich Arbeitskosten, Energieeinsatz und Technologien ist.

 

Gewinnerin des Hans Roth Umweltpreises Karl-Franzens-Universität Graz:

Hannah Roswitha Muther mit der Masterarbeit „Maßnahmenerhebung und Kategorisierung der Bewusstseinsbildungsaktivitäten im Bereich Abfallvermeidung“.

Frau Muther beschäftigt sich mit Haushaltsrestmüll und darauf abzielende Vermeidungsmaßnahmen in Graz zwischen 2017 und 2018. Als Ergebnis liegt ein kategorisierter Maßnahmenkatalog der Abfallvermeidungstätigkeiten in der Landeshauptstadt vor. Gleichzeitig werden die beiden Forschungsgebiete Abfallvermeidung in Haushalten und Zielgruppensegmentierung, ein Tool aus dem Marketing, verbunden.

 

Gewinnerin des Hans Roth Umweltpreises Universität Innsbruck:

Alice do Carmo Precci Lopes mit der Dissertation „Mechanical pretreatment of residual waste for co-digestion in wastewater treatment plants“.

In ihrer Arbeit beschäftigt sich Frau Lopes mit der Fragestellung der Co-Vergärung biogener Stoffe mit Klärschlamm. Aufgrund des hohen Anteils biologisch abbaubarer Stoffe in Siedlungsabfällen erforscht sie das Potenzial, die aktuell zur Anwendung kommenden Bioabfälle durch Restmüll zu ersetzen.

 

Gewinner des Hans Roth Umweltpreises Universität BOKU Wien:

Andreas Barth mit der Diplomarbeit „Tracing the path of e-waste and plastic waste: from industrialized countries to the hands of informal recyclers“.

Das Aufkommen von Kunststoffabfällen und Elektroschrott ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. Die Arbeit von Herrn Barth leistet einen wertvollen Beitrag zum Forschungsbereich über die Informalität dieser Abfallgruppe in Entwicklungsländern und den globalen Abfallhandel allgemein.

Astrid Arnberger, Leiterin F&E Saubermacher; Alexej Parchomenko, Preisträger TU Wien; Helmut Rechberger, Professor TU Wien; Alice do Carmo Precci Lopes, Preisträgerin Universität Innsbruck; Rupert Baumgartner, Professor Karl-Franzens-Universität Graz; Hans Roth, Saubermacher Gründer; Anke Bockreis, Professorin Universität Innsbruck; Thomas Nigl, Preisträger Montanuniversität Leoben; Nina Abrahamczik, Gemeinderätin Stadt Wien; Marion Huber-Humer, Professorin BOKU Wien; Hannah Muther, Preisträgerin Karl-Franzens-Universität Graz; Ralf Mittermayr, CEO Saubermacher; Andreas Barth, Preisträger BOKU Wien; Roland Pomberger, Professor Montanuniversität Leoben.
Astrid Arnberger, Leiterin F&E Saubermacher; Alexej Parchomenko, Preisträger TU Wien; Helmut Rechberger, Professor TU Wien; Alice do Carmo Precci Lopes, Preisträgerin Universität Innsbruck; Rupert Baumgartner, Professor Karl-Franzens-Universität Graz; Hans Roth, Saubermacher Gründer; Anke Bockreis, Professorin Universität Innsbruck; Thomas Nigl, Preisträger Montanuniversität Leoben; Nina Abrahamczik, Gemeinderätin Stadt Wien; Marion Huber-Humer, Professorin BOKU Wien; Hannah Muther, Preisträgerin Karl-Franzens-Universität Graz; Ralf Mittermayr, CEO Saubermacher; Andreas Barth, Preisträger BOKU Wien; Roland Pomberger, Professor Montanuniversität Leoben.

Praxistauglichkeit und CO2-Reduktion punkten. Der Hans Roth Umweltpreis wird seit 2003 an fünf österreichischen Universitäten (Technische Universität Wien, Universität für Bodenkultur Wien, Montanuniversität Leoben, Karl-Franzens-Universität Graz, Universität Innsbruck) ausgeschrieben. Für die Vorauswahl der Abschlussarbeiten sowie Organisation und Leitung des Preises zeichnen Saubermacher CEO Ralf Mittermayr und F&E-Leiterin Astrid Arnberger, ihres Zeichens selbst ehemalige Gewinnerin des Hans Roth Umweltpreises Österreich, verantwortlich. Im heurigen Jahr bestand die unabhängige, hochkarätig besetzte Jury wieder aus je einem/einer VertreterIn jeder Universität: Prof. Roland Pomberger/Montanuniversität Leoben, Prof. Rupert Baumgartner/Karl-Franzens-Universität Graz, Prof. Marion Huber-Humer/BOKU Wien, Prof. Helmut Rechberger/TU Wien, Prof. Anke Bockreis/Universität Innsbruck. Zusätzlich waren auch namhafte Experten aus Wirtschaft und Industrie Teil der Jury: Franz Eder/voestalpine AG, Christoph Scharff/Altstoff Recycling Austria AG, Christian Holzer/BMKUEMIT, Stefan Pirkner/OMV, Gert Pfleger/Norske Skog Bruck GmbH, Berthold Kren/Lafarge Perlmooser GmbH und Johann Mayr/Dachverband ARGE Österreichische Abfallverbände. Bei der Beurteilung wird besonders auf konkrete Methoden, Originalität und Praktikabilität für die Umsetzung sowie deren ökonomischen und ökologischen Nutzen im Alltag Wert gelegt. Auch die Reduktion von CO2 ist ein wesentliches Kriterium.

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