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Modebloggerin Michaela Krainz, Saubermacher-Gründer Hans Roth und Caritasdirektor Herbert Beiglböck im Carla-Shop in der Annenstraße in Graz. FOTOCREDIT: Saubermacher/Scheriau
16. Dezember 2021

Sammeln statt wegwerfen – eine zweite Chance für alte Kleidung

Kleidung zählt wohl zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken. Nicht mehr benötigtes Gewand wandert leider sehr oft in den Restmüll. Saubermacher-Gründer Hans Roth und die Caritas Steiermark rufen daher Steirerinnen und Steirer dazu auf, ihre Kästen aufmerksam zu sortieren und alte Bekleidung fachgerecht bei Altkleidercontainern und in allen 33 Carla-Läden in der ganzen Steiermark abzugeben.

Pro Jahr fallen in Österreich rund 115.000 Tonnen Alttextilien an, etwa 70.000 Tonnen davon wandern in den Restmüll – besonders oft zur Weihnachtszeit. Obwohl alleine die Caritas in der Steiermark pro Jahr rund 2.000 Tonnen Schuhe und Kleidung in 163 Sammelcontainern und bei allen 33 Carla Märkten sammelt, gibt es hier nach wie vor sehr großes Potential.

„Re-Use ist die beste Form in der Kreislaufpyramide und steht an oberster Stelle der Abfallhierarchie. Wieder- und Weiterverwenden schützt unsere Ressourcen, hilft Abfälle zu vermeiden, trägt wesentlich zum Klimaschutz bei und schafft viele Arbeitsplätze.

Daher arbeiten wir vom Saubermacher schon seit vielen Jahren mit der Altkleidersammlung der Caritas zusammen,“ so Hans Roth vom Saubermacher.

„Die Carla Märkte sind mehrfach sinnvoll: Die die Wiederverwendung oder das Spenden von gebrauchten Dingen hilft einerseits Ressourcen zu schonen, anderseits verlängert sich dadurch die Nutzungsdauer des einzelnen Produktes. Gleichzeitig bekommen Menschen bei Carla über Beschäftigungsprojekte eine Chance, wieder ins Berufsleben einzusteigen,“ so Caritas Direktor Beiglböck.

Fesche Fashion – auch aus zweiter Hand

Secondhand Mode wurde in den letzten Jahren als modische Ergänzung immer beliebter. Neue und alte Teile werden zu einem individuellen Outfit kombiniert. Der Trend zum Einkaufen in Secondhand-Läden oder das Umdesignen oder Upcycling von gebrauchter Kleidung hält weiterhin an. Auch die Carla-Märkte profitieren davon, pro Jahr zählt man rund 490.000 Einkäufe.

Michaela Krainz, erfolgreiche Modebloggerin aus Graz, verfolgt diese Entwicklung seit einigen Jahren und bemerkt dadurch auch eine zunehmende Leichtigkeit beim Zugang zur Mode. „Mode muss Spaß machen, viele möchten einen individuellen Stil entwickeln. Mit der Kombination von alten und gebrauchten Stücken gibt es hier unendliche Möglichkeiten.“

Vom Sammelcontainer in den Laden

Rund 230.000 Menschen unterstützen Carla jährlich mit Sachspenden. Damit die gespendete Kleidung möglichst gut verwertet werden kann, müssen die gespendeten Waren einige Kriterien erfüllen:  Nur gereinigte und saubere Kleidung in verschlossen Säcken kann wiederverwertet werden. Schuhe werden paarweise gebündelt und ebenso in verschlossenen Säcken eingeworfen. Die Container werden von der eigenen Carla-Logistik einmal pro Woche entleert und dann sortiert. Von dort aus werden die Shops dann wiederum mit der Ware bestückt.

Carla – die Sachspendendrehscheibe der Caritas

Der Name setzt sich aus den Wörtern CARitas und LAden zusammen. In diesen Shops werden gebrauchte und gut erhaltene Artikel verkauft, welche zuvor von Privatpersonen oder Firmen gespendet wurden. In der Steiermark gibt es 33 Shops, in denen Kleidung, Hausrat, Spielsachen und – in ausgewählten Shops– auch Möbeln verkauft werden.

Carla schafft Beschäftigung

Ein bedeutendes Ziel von Carla ist die Beschäftigung von Menschen, die über längere Zeit arbeitslos waren. Diese Projekte werden in Kooperation mit öffentlichen Stellen (AMS, Bund, Länder, Gemeinden) durchgeführt. Mit einer breiten Palette an Arbeitsangeboten – von der Containerentleerung über den Transport bis zur Fertigung von ReUse-Möbeln und von der Lagerlogistik über die Sortierung bis zum Verkauf – bei Carla gibt es für sehr unterschiedliche Fähigkeiten und Interessen Beschäftigungsmöglichkeiten. Neben der Beschäftigung bei Carla in zeitlich befristeten Dienstverhältnissen wird mit den Menschen an einer Integration in den Arbeitsmarkt, sowie an einer Verbesserung der beruflichen und sozialen Situation gearbeitet.

Spenden und helfen

Carla schafft Angebote, von denen auch viele Menschen profitieren, die arm oder armutsgefährdet sind. Die Gratisweitergabe von Sachspenden an arme und armutsgefährdete Personen erfolgt über Carla Basic-Gutscheine. So können Personen in Notsituationen, die in einer Caritas-Einrichtung oder durch eine Pfarre betreut werden, bei Carla kostenlos benötigte Dinge erwerben.

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