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Internationaler Weltfrauentag 2022
8. März 2022

Verantwortung übernehmen - Weltfrauentag

Der Internationale Weltfrauentag findet immer am 8. März statt, auch 2022. Im Fokus steht die Rolle der Frau in der Gesellschaft.

Entstanden ist der International Women’s Day in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. Das Motto für heuer lautet „Each for Equal“, „Jede und jeder für Gleichberechtigung“. Dennoch: Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass es auch in Österreich bzw. in Europa noch zum Teil großen Aufholbedarf für eine vollkommene Chancengleichheit gibt. Saubermacher ist sich seiner Verantwortung als Unternehmen bewusst und möchte mit den Beiträgen von sechs engagierten Frauen stärker auf das Thema aufmerksam machen.

Petra Schlager

Engineer Junior Environment, Health & Safety
AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft

  1. Was bedeutet der Internationale Frauentag für Sie?
    Gerade für mich als berufstätige Mutter von 2 Töchtern stellt der Weltfrauentag eine Möglichkeit dar, auf die immer noch vorherrschenden Schwierigkeiten, die sich für eine Jungmama beim Wiedereinstieg in das Berufsleben oftmals ergeben, hinzuweisen.
  2. Was kann getan werden, um die Chancengleichheit für Frauen, z. B. speziell bei Vereinbarkeit von Beruf und Familie, stärker zu fördern?
    Als Akademikerin, die zugleich jedoch die frühen Entwicklungsphasen ihrer Kinder keinesfalls verpassen wollte, war der Wiedereinstieg als Teilzeitkraft fast unmöglich. Teilzeitstellen für Akademiker (vor allem in technischen Berufszweigen) sind quasi nicht vorhanden. Die Angebote dahingehend gehören dringend erweitert!
  3. Welchen Tipp geben Sie jungen Frauen?
    Meinen Töchtern (mittlerweile 8 und 9 Jahre) würde ich jedenfalls dazu raten einen Ausbildungsweg einzuschlagen, der sich gut mit dem Familienleben vereinbaren lässt. Für mich steht Familie und die Betreuung meiner Kinder immer noch an erster Stelle und ich bin sehr froh, bei AT&S schließlich nach langer erfolgreicher Suche die Möglichkeit zu haben, mich gleichermaßen beruflich und familiär zu verwirklichen!
Petra Schlager, AT&S - Weltfrauentag
Petra Schlager, Engineer bei At&S, plädiert für Teilzeitstellen auch für Akademiker*innen, um Wiedereinstieg und Kinderbetreuung zu erleichtern. Foto: AT&S.

Monika Mörth

Geschäftsführerin Umweltbundesamt

  1. Was bedeutet der Internationale Frauentag für Sie?
    1975 haben die Vereinten Nationen den 8. März zum „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ ausgerufen. Ein Aufruf, der in diesen Tagen wichtiger ist denn je. Der Gedenktag ist ein wichtiges Symbol für Frieden und Gerechtigkeit.
  2. Was kann getan werden, um die Chancengleichheit für Frauen, z. B. speziell bei Vereinbarkeit von Beruf und Familie, stärker zu fördern?
    Unternehmen können Chancengleichheit ermöglichen, indem sie verschiedene Arbeitsmodelle anbieten und damit ein vielfältiges Angebot schaffen, aber auch indem sie informieren oder Sharing-Modelle für Führungspositionen anbieten. Vielfalt schafft Vielfalt.
  3. Welchen Tipp geben Sie jungen Frauen?
    Neugierig sein und Neues ausprobieren!
Monika Mörth, Umweltbundesamt - Weltfrauentag
Monika Mörth, Geschäftsführerin des Umweltbundesamtes, ist überzeugt, dass Vielfalt die Chancengleichheit stärkt. Foto: B. Groeger.

Bernadette Geieregger

Bürgermeisterin Marktgemeinde Kaltenleutgeben, NÖ
Jüngste Bürgermeisterin Österreichs

  1. Was bedeutet der Internationale Frauentag für Sie?
    Der internationale Frauentag ist der symbolische Tag der Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern. Es ist gut, dass es einen Tag im Jahr gibt, der dieser Gleichberechtigung gewidmet ist.
  2. Was kann getan werden, um die Chancengleichheit für Frauen, z. B. speziell bei Vereinbarkeit von Beruf und Familie, stärker zu fördern?
    Das allerbeste wäre es, wenn die Gesellschaft begreift, dass Familiensache, Haushalt und Kindererziehung nicht automatische nicht nur Frauensache ist, sondern auch Vatersache. Dieses Verständnis muss bei allen Menschen ankommen. Zusätzlich braucht es einen Ausbau der Kinderbetreuung in einigen Regionen und die Familien müssen hier die Wahlfreiheit haben, ob sie ihr Kind in Betreuung geben oder nicht.
  3. Welchen Tipp geben Sie jungen Frauen?
    Ja sagen! Das Leben hält so viele Herausforderungen für uns bereit. Wenn man nicht „ja“ sagt dann bleiben sie eher aus und es geht gleichzeitig nichts weiter. Wenn man gefragt wird ob man Verantwortung übernehmen möchte, muss man ja sagen und wenn man nicht gefragt wird, muss man sich dafür engagieren.
Bernadette Geieregger - Weltfrauentag
Bernadette Geieregger ist Österreichs jüngste Bürgermeisterin und rät jungen Frauen, Herausforderungen anzunehmen. Foto: Philipp Monihart

Kerstin Weiß

Leiterin Vertrieb Süd, Leiterin Kundenservice
Saubermacher Dienstleistungs AG

  1. Was bedeutet der Internationale Frauentag für Sie?
    Das ist für mich DER Tag des eigentlich starken Geschlechts. Ich habe mich den Männern gegenüber nie unterlegen gefühlt und einfach das gemacht, was ich wollte und mir Spaß gemacht hat.
  2. Was kann getan werden, um die Chancengleichheit für Frauen, z. B. speziell bei Vereinbarkeit von Beruf und Familie, stärker zu fördern?
    Unternehmen könnten alleine bzw. mit weiteren Unternehmen in ihrer Region Kinderbetreuung anbieten oder fördern. Leider gehen Frauen oft nur arbeiten, um den Kinderbetreuungsplatz zu finanzieren. Weiters ist es für Frauen einfacher, wenn sie flexible Arbeitszeiten haben und ihre Aufgaben von zuhause aus erledigen können. Dann ist es möglich zu arbeiten, wenn z.B. die Kinder schlafen oder der Partner zuhause ist. Corona hat in diese Richtung bereits sehr viel bewirkt und Homeoffice ist in vielen Bereichen schon Selbstverständlichkeit. Vielleicht kommt auch daher der Babyboom 🙂
  3. Welchen Tipp geben Sie jungen Frauen?
    Einfach das tun, was man gerne macht und was man für sich selbst als richtig empfindet. Es gibt kein richtig oder falsch. Wenn man Karriere machen möchte, dann ist Familie kein Hindernis. Wenn man sich nur der Familie widmen möchte und nicht der Karrieretyp ist, dann ist das auch ok. Wichtig ist nur, dass man sich in kein Schema zwängen lässt.
Kerstin Weiß, Saubermacher - Weltfrauentag
Flexibles Arbeiten als Erfolgsfaktor: Kerstin Weiß führt ihre doppelte Führungsrolle als Jungmama weiter. Foto: Saubermacher

Stefanie Köberl

Direktorin Stroffstrommanagement
Saubermacher Dienstleistungs AG

  1. Was bedeutet der Internationale Frauentag für Sie?
    Es gibt so viele erfolgreiche Frauen, die bemerkenswertes geschafft haben. Der Internationale Frauentag ist eine tolle Gelegenheit, diese Frauen vor den Vorhang zu holen. Das inspiriert auch andere Frauen und ermutiget, dass alles möglich ist, wenn man seine Ziele konsequent verfolgt.
  2. Was kann getan werden, um die Chancengleichheit für Frauen, z. B. speziell bei Vereinbarkeit von Beruf und Familie, stärker zu fördern?
    Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stellt nach wie vor für viele Frauen eine große Herausforderung dar. Um zu verhindern, dass es für Frauen eine Entweder-Oder-Entscheidung zwischen diesen beiden Welten wird, braucht es einen Wandel in unseren Arbeits- und Karrieremodellen. Zum Beispiel dürfen Führungspositionen nicht nur Vollzeitkräften vorbehalten sein, aber auch die Möglichkeiten zur Remote-Arbeit müssen weiter ausgebaut werden, um hier eine echte Chancengleichheit zu schaffen.
  3. Welchen Tipp geben Sie jungen Frauen?
    Das wichtigste ist, sich selbst treu zu bleiben und konsequent seinen Weg zu verfolgen, ohne dabei die eigenen Werte aus den Augen zu verlieren. Dann kommt man irgendwann am Ziel an und blickt stolz auf das, was man geschafft hat.
Beruf und Familie darf keine Entweder-Oder-Entscheidung sein: Stefanie Köberl ist Direktorin für Stoffstrommanagement bei Saubermacher. Foto: Michael Königshofer für moodley brand identity

Katrin Weinländer

Leiterin Strategischer Einkauf
Saubermacher Dienstleistungs AG

  1. Was bedeutet der Internationale Frauentag für Sie?
    Ich finde es wichtig, dass es gesonderte Tage gibt, an welchen besondere Themen hervorgehoben werden können und einen Rahmen bekommen. Dies gilt natürlich auch für den Internationalen Frauentag. Ich finde es schön, dass Frauen mittlerweile eine entscheidende Rolle in vielerlei Bereichen einnehmen und auch teils den Mut gefasst haben in bisher noch ungewohnte Bereiche vorzudringen, wie z. B. als LKW-Fahrerin in unserem Unternehmen. In diesem Jahr, unter dieser weltpolitischen Situation, denke ich natürlich vor allem an die ukrainischen Frauen und Kinder, die eine für Sie noch nie dagewesene dramatische Situation zu bewältigen haben.
  2. Was kann getan werden, um die Chancengleichheit für Frauen, z. B. speziell bei Vereinbarkeit von Beruf und Familie, stärker zu fördern?
    Als Jungmutter und auch Berufstätige kann ich aus eigenen Erfahrungen sprechen, dass der Wiedereinstieg in das Berufsleben eine Herausforderung darstellt, vor allem organisatorisch. Ich persönlich glaube, dass Beruf mit Familie jedenfalls vereinbar ist, wenn gewisse Voraussetzungen geschaffen werden bzw. vorhanden sind. Das sind vor allem ausreichend Betreuungsangebote für die Kinder in der Nähe des Wohnortes, der Arbeit oder auf dem Weg dazwischen. Des Weiteren ist es für viele eine schwierige Entscheidung, da der Kostenfaktor, das Kind z.B. auch in die Nachmittagsbetreuung zu geben, teils ein Nullsummenspiel für manche Haushalte darstellt. Da bleiben verständlicherweise manche Frauen dann lieber zu Hause anstatt wieder einzusteigen. Wenn das Betreuungsangebot vorhanden ist, die Frauen die Möglichkeiten nutzen, ist auch die Chancengleichheit besser gegeben.
  3. Welchen Tipp geben Sie jungen Frauen?
    Wichtig ist es offen zu sein, Mut zu haben und für sich selbst (und auch andere) einzustehen. Zumindest werde ich versuchen, meine Tochter so erziehen.
Internationaler Weltfrauentag 2022
Katrin Weinländer, Leiterin Strategischer Einkauf bei Saubermacher, hat die Erfahrung gemacht, dass leistbare Betreuungsangbote die Organisation im Alltag erleichtern. Foto: Michael Königshofer für moodley brand identity.

Frauenpower wird bei Saubermacher groß geschrieben – und das schon seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1979 durch das Ehepaar Roth. Mitgründerin und Miteigentümerin Margret Roth, die Gattin von Umweltpionier Hans Roth, war in den 80-iger und 90-iger Jahren bzw. ist auch heute noch eine treibende Kraft.

Bereits über ein Viertel der 2. Führungsebene ist derzeit bei Saubermacher mit Frauen besetzt. Insgesamt, d.h. über alle Führungsebenen hinweg, sprechen wir sogar von einem Frauenanteil in Höhe von 35 Prozent. Das Recyclingunternehmen ist bestrebt, den Frauenanteil auch in der Führung zu erhöhen, obgleich dies gar nicht so einfach ist. Österreich ist bzgl. Frauen in Führungspositionen/Kinderbetreuung etc. leider noch eher konservativ aufgestellt. Daher unterstützt das Unternehmen engagierte weibliche Kräfte mit Home Office Möglichkeiten, flexiblen Arbeitszeiten und mehr. Zwei Drittel unserer Nachwuchsführungskräfte, die bei Saubermacher ein Traineeship absolvieren, sind Frauen. Tendenz weiter steigend.